teCHAMsee_NoPlastic_01.jpg

Erstes plastikfreies Openair teCHAMsee in Cham

Eines der momentan kritischsten Umweltthemen ist die Verschmutzung der Meere durch Plastik. Das Material ist wohl sehr praktisch, zeigt sich jedoch über die Jahre in den Bereichen Verpackung und Einweggeschirr als Horrorszenario auf. Viel landet unachtsam in der Natur und in den Gewässern der Mutter Erde. Es gelangt in den ökologischen Kreislauf der Erde. Viele Tiere verenden durch die Aufnahme von Plastik.
Das Openair „teCHAMsee“  findet direkt am wunderschönen Zugersee in der Gemeinde Cham statt. Es feiert dieses Jahr sein 8–jähriges Bestehen und zählte bereits gut 8000 Gäste (www.techamsee.ch ).

Um ein Zeichen zu setzen, verbannt das Openair den Kunststoff nun aus der Gastronomie und ersetzt diesen durch Pappe und Holz. Die Ökobilanz der PP-Becher ist im Vergleich zwar besser als bei den Pappbechern, jedoch kann letzterer sich in freier Natur und im Wasser in kürzerer Zeit selber zersetzen als Kunststoff, welcher mindestens bis zu 200 Jahre dafür braucht. Da am Wasser gefeiert wird und es kaum verhindert werden kann, dass gewisser Abfall im Wasser landet, wird auf Pappe umgestellt. Verständlicherweise ist Abfall in der Natur grundsätzlich belastend.

Leider ist die Wirtschaft noch nicht so weit, um diesem Problem mit entsprechenden Lösungen entgegenzutreten und optimale Lösungen im Bereich Einweggeschirr zu präsentieren. Es gibt zum Glück bereits Startup Firmen, die daran arbeiten. So gibt es zum Beispiel aus Amerika den ersten essbaren Becher aus pflanzlicher Gelatine – dieser wäre für die Natur völlig unbedenklich und in kürzester Zeit vollständig abbaubar. Leider kann das entsprechende Jungunternehmen noch keine grösseren Mengen weltweit liefern. Auch im Bereich Bio-Kunststoff wird an Lösungen gearbeitet.

Der Veranstalter des teCHAMsee Openair (Verein MX–Project) sieht sich in der Verantwortung, Massnahmen zu ergreifen, um wenigstens ein Zeichen zu setzen. Auch wenn noch nicht die perfekte Lösung gefunden wurde, ist ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. MX–Project möchte so auf die Kunststoffverschmutzung in den Weltmeeren durch Mikroplastik aufmerksam machen. Auch Grosskonzerne wie Lidl Schweiz ergreifen das Zepter in diese Richtung. Das OK der teCHAMsee möchte das Openair zu einem nachhaltigen und umweltfreundlichen Event der Zukunft gestalten und wird mit gegebenen Möglichkeiten daran arbeiten, dies bestmöglich umzusetzen.



empty